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Kapitel 11

 

Am nächsten morgen wurde Bill unsanft aus dem Schlaf gerissen, als

jemand feste gegen seine Zimmertür hämmerte. „Aufhören! Mein Kopf“

Bill brachte aber nur ein heißeres murmeln aus dem Mund. „Bill, mach

sofort die Tür auf …“David klang sichtlich genervt und aufgebracht.

Vorsichtig und darauf bedacht bloß keine zu schnellen Bewegungen zu

machen, um seinem Kopf nicht noch mehr zu zusetzten , krümelte sich

Bill aus seinem warmen Bett um David die Zimmertür zu öffnen. Da stand

er nun, völlig zerzaust und mit dicken Augenringen in der Tür und schaute

in Davids aufgebrachtest Gesicht, dessen saure Miene sich bei Bill ´s

Anblick in Besorgnis wandelte. „Mein Gott Bill, wie siehst du denn aus?

Geht’s dir nicht gut?“ Prüfend schaute er dem Zwilling in die Augen aber

der lies sich nichts anmerken. „Nein, schon in Ordnung ich habe die Nacht

nicht gut geschlafen, das ist alles!“ Noch immer blickte David ihn an, was

ihm langsam Unangenehm wurde. Wenn er irgendwas herausbekäme und

es seiner Mutter sagen würde, wäre dass das aus für ihn. Also wendete er

sich schnell von David ab und ging wieder in sein noch immer

abgedunkeltes Zimmer. „Zieh dich bitte schnell an und komm dann runter

zum Essen, es gibt ein paar Probleme!!“ Eigentlich war er ja extra hoch

gekommen, um Bill zur Rede zu stellen, wo sein Bruder schon wieder sei,

aber Bill sah wirklich nicht gut aus und das konnte nicht von einer Nacht

kommen. Da wollte er ihn jetzt nicht auch noch anpampen. Und das war

auch besser so. Bill schlüpfte so schnell es sein schmerzender Kopf zuließ

in seine Hose und zog sich ein T-Shirt über. Im Bad spritzte er sich noch

etwas kaltes Wasser in ´s Gesicht, schnappte sich sein Cappie und

schloss dann die Zimmertür hinter sich. Auf dem Gang musste er sich erst

einmal an der rauen Wand abstützen. Ihm wurde schon wieder

schwindelig, was war bloß los mit ihm? Plötzlich tippte ihm jemad von

hinten auf dir Schulter, als Bill sich umdrehte musste er erst die vielen

kleinen Sternchen aus den Augen zwinkern, um erkennen zu können wer

da vor ihm stand. „Bill, alles ok?“ Gustav, der noch sein Handy holen

wollte blieb vor dem Sänger stehen und musterte ihn skeptisch. „Ja,

mann lass mich!“ schnauzte Bill ihn böse an. Was ging es Gustav an, wie

es ihm ging? Der interessierte sich doch sonst nicht für seine Probleme.

„Na gut wenn du meinst, aber anschnauzen lass ich mich von dir

bestimmt nicht !!!“ Gustav drehte sauer auf dem Absatz um und

verschwand im Fahrstuhl. Was war los mit Bill, was sollte das eben? Er

wollte ihm doch nur helfen! Waren er und Tom jetzt vollkommen

durchgedreht? Na super jetzt hatte er auch noch Gustav gegen sich. Wieso

war er auch immer so aufbrausend? Eine einsame Träne wollte sich ihren

Weg über Bill ´s mageres Gesicht bahnen, der erstickte sie aber schon im

Keim. „Nein verdammt, hier wird jetzt nicht schon wieder rumgeschwächelt

!“ Mit leicht zittrigen Knien machte er sich schließlich auf den Weg zum

Speisesaal. Tom saß unterdessen irgendwo in einem Park einsam auf

einer Bank. Kälte durchzog ihn und schlich sich durch seine Klamotten.

Seine Arme umschlangen seine angewinkelten Beine, in der Hoffnung so

die Kälte etwas zu mildern. Verdammt wieso hatte er nicht daran gedacht

sich eine Jacke mitzunehmen? Aber es war alles so schnell gegangen. Erst

kam Georg dann Gustav … und dann war er auch schon aus dem Hotel

geflüchtet. Mit einem letzten sehnsüchtigen blick nach oben war er die

Straße langgerannt . Und seitdem waren ungefähr 5 stunden vergangen,

er war nur noch gelaufen hatte nicht einmal angehalten. Und nun saß er

hier verlassen auf irgendeiner Bank in einer Stadt von der er nicht einmal

wusste wie sie hieß. Mit Tränen auf den Wangen legte er seinen Kopf auf

seine Beine und schloss zaghaft die Augen. Langsam fing er an hin und

her zu wiegen. Das hatte ihre Mutter immer mit ihnen gemacht, wenn es

ihm oder Bill schlecht ging. Doch sie war nicht da und Bill auch nicht, der

lag jetzt friedlich schlafend in seinem Hotelzimmer und freute sich auf

den morgigen Auftritt bei einem der vielen Fernsehsender . Bei dem

Gedanken daran, dass sein Bruder … Nein ! Bill würde ihn nicht vermissen!

Niemals, er hatte ihm doch schon oft genug gezeigt was er ihm bedeutete

… Nichts! Sein eigener Zwilling hasste ihn so sehr, dass es ihm das Herz

brach. „Bill, ich vermisse dich…!“ dann sank Tom in eine Traumwelt, in de

r alles wieder gut war.

Kapitel 12

 

Als Bill den Speisesaal betrat huschtesein Blick über die vielen Gesichter,

auf der Suche nach seinem Bruder. Er musste dringend mit ihm reden, so

konnte das nicht weiter gehen. Aber er konnte ihn nirgends sehen, war er

etwa schon mit dem Essen fertig? „Bill … komm bitte!“ Alex, der hinter

ihm in den Saal getreten war nahm Bill am Arm und führte ihn zu dem

Tisch, an dem die anderen saßen. Georg schaute ihn verunsichert an und

Gustav ignorierte ihn ganz einfach. Er war wohl immer noch wegen der

Sache von vorhin sauer. Tobi und Saki musterten ihn beide besorgt.

„Boah , wenn ihr mir jetzt alle sagen wollt, wie scheiße ich heute wieder

aussehe , dann geh ich besser wieder!!!“ genervt wollte Bill umdrehen um

wieder in sein Zimmer zu können, ihm war ohnehin nicht ganz wohl und

sein Kopf dröhnte auch noch, aber Alex hielt ihn fest und bugsierte Bill zu

einem der freien Stühle. „Setz dich“ sagte er etwas genervt und lies sich

neben Bill auf einen Stuhl nieder. „Hör zu Bill, wir wollen dich in keinster

weiße runtermachen oder sonstiges, und das weist du auch! Aber es gibt

ein mehr oder weniger großes Problem!“ Tobi sprach ganz ruhig, denn er

wusste sie würden bei Bill nur auf Trotz stoßen wenn sie ihn zurecht

wiesen. Aber auch er machte sich Sorgen um ihn, das konnte er nicht

bestreiten. „Bill, hast du deinen Bruder gestern Nacht noch gesehen? War

er vielleicht bei dir und wollte mit dir reden oder so ?“ während Saki

sprach fixierte er den Zwilling und wartete auf seine Reaktion. „Nein …“

traurig schüttelte er den kopf … „ich habe lang nicht mehr mit ihm

gesprochen … !“ den letzten Satz flüsterte Bill so leise, dass nur er ihn

verstand. Aha, da war also wirklich was, von dem sie nichts wussten, aber

Bill würde höchst warscheinlich auch nicht so einfach davon erzählen, also

belies er es dabei. „Bill, was ist bei euch vorgefallen?“ Georg schaute ihn

erwartungsvoll an „Tom war gestern am Boden zerstört, ich habe versucht

ihn zu trösten, aber er hat mich nicht an sich rangelassen.“ Erstaunt

blickte Bill dem Bassisten in die Augen. Seit wann war sein Bruder so

sensibel? Er hatte Tom nur einmal weinen sehen, und das war bei der

Trennung ihrer Eltern. Und selbst da wollte er es nicht zugeben. Für Tom

waren heulende Jungs schwächlinge. „Wo ist Tom?“ Bill´s Stimme zitterte

leicht und eine unangenehmes Gefühl machte sich in ihm breit. „Tjaha

das wüssten wir gerne von dir!! Du bist doch sein Bruder, nicht wir! Wegen

dir ist er doch scheinbar abgehauen! Er ist nicht mehr da Bill … wegen dir

!!! Er irrt jetzt warscheinlich irgendwo da draussen in der Kälte herum und

macht sich vorwürfe, dass er nicht für dich da war !!! Aber du hast ihn ja

nie an dich rangelassen. Weißt du eigentlich wie weh du tom damit getan

hast ??!“ Gustav war stinksauer auf den schwarzhaarigen und das lies er

nicht unbemerkt, er hatte lange genug mit zugesehen, wie Bill in

Selbstmittleid versank und seinen Bruder damit fertig machte. „Gustav es

reicht!!!“ Jetzt war es Alex, der sauer wurde, Gustav hatte nicht das recht

bill so zurecht zu weisen. „Aber es stimmt doch … schau ihn dir doch an! Er

macht sich selbst fertig!“ „Ruhe jetzt!!!“ Tobi war aufgestanden und haute

einmal fest mit der Faust auf den Tisch, „Dich hat niemand gefragt!!! Du

weißt doch gar nicht was in den beiden vorgeht!!!“ Die anderen hotelgäste

schauten schon in ihre richtung, so setzte sich Tobi immer noch wütend

wieder. „Nein, ist schon in Ordnung, er hat recht, ich bin ein Idiot.“ Bill

nahm sich das gesagte zu Herzen und auch wenn gustav nicht wusste

dass das was er da gesagt hatte stimmte. Er hatte seinen Bruder

hintergangen und jetzt war es scheinbar zu spät. Tom wollte weg von ihm,

das war Bill klar. „Er ist also weg … !“ Mit verschlossener Miene stand Bill

vom tisch auf und lief aus dem Saal. Georg wollte ihm hinterher aber Alex

hielt ihn auf. „Alex, verdammt lass mich, wer weis was er jetzt vorhat!“ er

schüttelte Alex Hand von sich und rannte Bill hinterher. „bill bitte bleib

stehen…“ zu Georgs erstaunen drehte sich Bill tatsächlich zu ihm um.

„Gustav meinte das bestimmt nicht so …“ Ausdruckslos schaute ihn der

Zwilling an, „Vergiss es Georg, du brauchst ihn nicht in Schutz zu

zuhemen! Ich bin selbst dran schuld… ich habe meinen Bruder verloren!

Nie wieder wird er mir vertrauen, er muss mich hassen, für das was ich

getan habe.“ Georg traute seinen Ohren nicht, das konnte jawohl nicht

wahr sein, Gustav hatte es geschafft, dass Bill sich die Schuld für alles

gab. „Bill, ich …“ „Nein, bitte lass mich! Mach es nicht noch schlimmer!“ Bill

drehte sich um und schloss sein Zimmer auf, dann verschwand er hinter

der Tür. Georg verstand die Welt nicht mehr, was war hier los? Erst Tom

jetzt sein Bruder, wieso die beiden? Wieso? Verzweifelt lies er sich an der

Tür hinunter sinken. „Mach blos kein scheiß bill … Bitte!!“

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