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Kapitel 9

 

Erschrocken zuckte Tom zusammen und suchte panisch nach einem

Anhalstpunkt, wer das sein könnte. Hatte sich etwa ein fremder seine

Hotelschlüssel angeeignet ? Aber nein das konnte nicht sein, nur einer

vom Team kam hier in das Stockwerk ! Diese Erkenntnis hätte ihn

eigentlich beruhigen sollen, doch seine Angst steigerte sich nur noch

mehr, Sodass er wie von der Tarantel gestochen vom bett aufsprang, sich

den nächst besten Gegenstand schnappte und ihm damit drohte “Wehe

du kommst mir noch näher” “Mein Gott Junge, was ist denn mit dir los?”

Der Fremde schloss die Tür hinter sich und nun konnte Tom erkennen wer

es war, der ihm solche Angst eingejagt hatte… Georg ! Erleichtert lies Tom

den Gegenstand sinken und ließ sich an der Wand hinabgleiten. Was war

nur los mit ihm, erkannte er nicht einmal mehr seine besten Freunde ?

Hilfe, was wurde hier nur für ein Spiel gespielt, von dem er die Regeln

nicht verstand ? Er fühlte wieder diese Hilflosigkeit und konnte sich nicht

mehr beherrschen, hatte seinen Körper nicht mehr unter Kontrolle.

Einsame Tränen begannen sich aus seinen Augen zu lösen und rannen

über sein müdes Antlitz, bevor sie im freien Fall zerbarsten und schließlich

auf Tom ´s T-Shirt zerplatzten. Georg stand da und konnte sich nicht

helfen, das Tom so wegen ihm erschrocken war, war ihm unerklärlich,

Hatte er ihn den nicht erkannt? Früher war er doch auch nicht so

schreckhaft und hatte sich mit ihm allerlei Späße erlaubt. Und jetzt saß

sein sonst immer so fröhlicher Kumpel wie ein Haufen Elend am Boden

gekauert und Zahlreiche Tränen strömten mittlerweile dem Erdboden

entgegen. Tom wollte sich gegen den Drang zu weinen wehren, aber hatte

keine Kraft mehr und ehrlich gesagt war es ihm auch egal, was Georg von

ihm denken würde. Vorsichtig kniete sich Georg vor ihn und strich ihm

leicht über die Wange. Tom zuckte erst zusammen, tat dann aber nichts

weiter. Keine Reaktion. Jetzt machte sich Georg ernsthaft sorgen um den

Zwilling, er hatte ja so am Rande mitbekommen, dass Sich zwischen ihm

und Bill seit längerem etwas geändert hatte, aber ob Tom deshalb so

erbittert weinen musste ? Als Tom die Berührungen von Georg spürte,

wollte er ihn anschreien, was ihm einfiele ihn anzufassen, Aber letzt

endlich hätte ihm das auch nicht weiter geholfen. So lies er sich von

seinem Bandkollegen in den arm nehmen und ließ seinen Tränen freien

lauf. Was aber könnte ihm denn überhaupt noch helfen? Er hatte seinen

Bruder an die Realität verloren. Der einzige der ihn wirklich verstand hatte

sich fast gänzlich von ihm abgewand. Das Band zwischen ihnen war

gefährlich eingerissen und um all die Lücken zu flicken hatte er nicht

mehr genügend Willenskraft. Er hatte den Kampf fast aufgegeben, aber

wollte er das wirklich? Wollte er seinen Bruder ohne weiteres sein Leben

zerstören lassen? Wieder überkam Tom eine Welle von Traurigkeit und

Enttäuschung und das erdrückende Gefühl von völliger Leere machte sich

in ihm breit. Unaufhaltsam strömte es in seine Glieder, durchflutete jeden

Winkel seines Körpers und lies sein Herz Beinahe ertrinken in den

haltlosen Mengen von Schuldgefühlen die in ihm aufkamen. Nie hätte er

es soweit kommen lassen dürfen, er alleine war schuld daran, dass es

seinem Zwilling nun so schlecht ging. Er hatte versagt, als er aufmerksam

auf die Probleme von Bill hätte werden sollen. “Tom … “ eine raue Stimme

zerrte Tom aus seinen Gedanken. Jetzt erst merkte er was er da

eigentlich tat. “Tom, was ist los mit dir … ich erkenn dich ja nicht wieder!”

Doch er bekam keine Antwort von seinem Bandkumpel, stattdessen fing

der Körper des jungen Unkontrolliert an zu zittern und klammerte sich in

das T-Shirt des Bassisten. “Was ist bloß los mit euch … da stimmt was

ganz gewaltig nicht!” fast nicht zu vernehmen redete Georg mit sich selbst

während er den älteren Zwilling hin und her wiegte, dem immer noch die

Tränen Die Wangen hinunter rollten. Es kam ihm wie eine halbe Ewigkeit

vor bis Tom sich wieder einigermaßen gefangen hatte und sich nun

beschämt versuchte aus der Umarmung zu lösen. “Es … es tut mir leid, ich

… hätte dich nicht so … “ versuchte Tom die Situation zu retten aber Georg

kam ihm bevor und brachte ihn mit einem “Schhhht” zum verstummen.

“Tom, ich weiß zwar nicht was hier für ein Film gespielt wird, aber du und

Bill ihr braucht Hilfe. Das kann doch so nicht weiter gehen. Sieh dich doch

nur mal an, du bist total müde und wirkst so unglaublich hilflos. Vielleicht

sollten wir mal mit David reden?!” “NEIN !!!!!!!!!!!!” abrupt stand Tom auf

und starrte Georg entsetzt an. “Nein Georg… ich, ich kann das nicht. Es …

oh verdammt du hast doch keine Ahnung was du mir damit antust … lass

mich doch einfach in ruhe, ich brauche deine Hilfe nicht !” den letzten Satz

hatte Tom schon fast geschrieen, so verzweifelt war er und nun stolperte

er rücklings aus dem Zimmer und stieß dabei in Gustav der ,geweckt

durch das Geschrei von nebenan, nun sichtlich verwirrt erst zu Georg

schaute, der nun mitten im Zimmer stand, und dann Tom hinterher

schaute, der in Richtung Aufzug stürmte. “Was …” setzte er gerade an als

Georg ihn auch schon unterbrach. “Frag nicht, ich weiß auch nicht was in

ihn gefahren ist! Ich hab ihn vorhin total fertig und aufgelöst in seinem

Zimmer gefunden und hab versucht ihn zu trösten. Als ich ihm dann unsre

Hilfe angeboten habe, ist das dann voll nach hinten los gegangen ! Er hat

angefangen zu schreien und ist panisch weggerannt !”

Kapitel 10

"Georg, was ist da eben zwischen euch beiden vorgefallen ?" Gustav

konnte sich nicht erinnern Tom jemals so aufgelöst gesehen zu haben

und machte sich Sorgen um ihn. "Warum haut Tom ab? GEORG,

verdammt ich rede mit dir!" Doch Georg wollte nicht reden, das eben

erlebte lies ihn nicht mehr los und es tat ihm weh einen seiner besten

Freunde so kaputt zu sehen. Er wollte tom doch nur helfen, das dieser

gleich so ausrasten würde hatte er ja nicht ahnen können. Vielleicht würde

er morgen mit Gustav darüber reden, aber jetzt wollte er einfach nur noch

#in sein Bett, auch wenn er wusste dass er die Nacht nicht würde schlafen

können. Gustav lies ihn, er wusste es würde so nichts bringen, aber er

würde noch früh genug erfahren was hier passierte. Es machte ihn sauer,

dass er immer der jenige war, der alles als letzter erfährt. Hätte er

gewusst, dass es ihre ach so heile Welt so gefährlich zum Wanken

bringen würde, hätte er nie wissen wollen, was in Tom vorging. Tom

rannte einfach nur blindlinks weg, weg von Georg, weg von dem

erdrückenden Hotelzimmer, weg vor sich und seinen Problemen. Vor dem

Hotel angekommen zögerte er kurz, sollte er wirklich einfach abhauen?

Das würde sicher einen Haufen ärger geben ! David würde ausrasten wenn

er erführe dass er alleine in einer wild fremden Stadt um 3 Uhr nachts in

den dunklen Straßen umherlief und erst irgendwann morgens in ´s Hotel

zurückkehrte. Aber wollte er überhaupt noch zurück? Zurück in die Hände

von Leuten die ihn nur als den Gitarristen von Tokio Hotel sahen? Die ihn

als Geldquelle sahen? Er hatte doch ohnehin fast alles verloren. Sein

Bruder hatte sich von ihm abgewand, seine Freunde waren so weit weg wie

nie zuvor. Selbst das gute Verhältnis zu seiner mum, mit der er immer

über alles hatte reden können, litt sehr unter dem ständigen Stress den

sie hatten. Nein, da wollte er bestimmt nicht wieder zurück ! Man würde

ihn suchen, seine Mutter würde sich schreckliche Sorgen um ihren Sohn

machen, und Georg ... der hatte warscheinlich Schuldgefühle ohne ende.

Aber was interessierten ihn noch die anderen? Das einzige was er noch

wollte warn... Weg von hier ... weit weit weg ... vergessen ... er musste

loslassen …versuchen sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, bevor

alles aus dem Ruder lief .. aber das ging nicht wenn er ständig seinen

Bruder um sich hatte und zusehen musste wie dieser sich selbst kaputt

machte. Tom sah noch einmal zu dem Fenster hoch, von dem er meinte

dass es zum Zimmer seines Bruders gehörte, dann lief er los. Bill hatte

einen unruhigen schlaf, wie so oft in den letzten Wochen tat ihm alles

weh, sein Kopf dröhnte unaufhaltsam und er konnte keinen klaren

Gedanken mehr fassen. Vorsichtig versuchte er auf zu stehen, setzte sich

aber gleich wieder, als im schwindelig wurde. Er fasste sich an den

schmerzenden kopf ... als sich bei dem Gedanken an seinen Bruder seine

Augen mit Tränen füllten. Seit Wochen hatte sich ihr Verhältnis zusehends

verschlechtert. In den letzten Tagen hatte er nicht einmal mehr mit ihm

gesprochen. Tom hatte immer wieder versucht an Bill ran zu kommen

aber er versteckte sich hinter seiner Fassade und lies niemanden mehr an

sich ran. Wieder kamen die Bilder von ihm und Tom als sie noch

unbeschwert und glücklich waren in ihm hoch. Und wieder spürte Bill diese

Verzweiflung die ihn allmählich auffraß, die sein Herz umschloss und ihn

nicht wieder losließ. Verdammt was hatte er getan, wie konnte er Tom so

hintergehen ? Tränen der Trauer mischten sich mit denen des Schmerzes

… ein haltloses Zittern überrollte den Körper des Jungen. Fröstelnd stand

er auf , ging zum offenen Fenster und atmete die kühle Nachtluft ein, lies

sein Blick hinaus schweifen, hinaus in die Freiheit wo es nur ihn und

seinen Bruder gab. Bill dachte an eine schönere Zeit und wie er und Tom

wieder vereint waren, ein hauch von Wärme strich sein Herz als er an ihn

dachte. Schnell zog Bill sich aus seinen Träumen zurück und lenkte seine

Augen woanders hin. Im gegenüberliegenden Haus war ein einziges

Zimmer hell erleuchtet und man konnte ein glückliches Pärchen kuscheln

sehen. Mit müden Augen beobachtete Bill wie sie sich zärtlich im Arm

hielten. Wie sehr sehnte er sich nach solchen Zärtlichkeiten, nach ein

paare starken Armen die ihn hielten wenn er nicht mehr weiter wusste, die

ihn umschlossen und ihm Wärme gaben. Aber die einzige Person die ihm

diesen Wunsch erfüllen konnte war unerreichbar. Welten trennten sie und

die Hoffnung auf Liebe hatte er schon längst aufgegeben. Dabei standen

sie sich einmal so nahe, doch seit langem hatte sie nichts mehr außer

dem unsichtbaren Band zwischen ihnen noch verbunden. Bill schauderte

bei dem Gedanken und zog den Vorhang ein Stück zu sich, er fühlte sich

beobachtet. Er drehte sich um, starrte in die Dunkelheit in seinem Zimmer

r aber da war niemand, doch das Gefühl war immer noch da. Ein leichter

Luftzug strich seine Wange und sein Blick fiel aus dem Zimmer auf einen

dunklen Fleck auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Er blinzelte kurz

und beim zweiten hinschauen war der Fleck verschwunden. War da eben

jemand ? Bill schüttelte nur missmutig den Kopf und drehte sich langsam

vom Fenster weg. Ein letzter Blick aus dem Fenster dann trat er zurück in

die Realität. Sofort überrannte ihn die Einsamkeit und er verschloss sich

wieder vor allem. Niemals hätte er seinen Gefühlen solche Freiheit geben

dürfen, es war ein Fehler gewesen. Sein Verstand hatte ihn wieder

überlistet, das da unten konnte unmöglich Tom gewesen sein. Der lag

sicher mit einem seiner Groupies in seinem Bett und brach wieder eines

der Mädchenherzen. Er musste besser auf seine Gefühle aufpassen, er

durfte sich nicht mehr so leicht hinreißen lassen, sonst würde es noch

jemand mitbekommen. Warum war er auch so verdammt sensibel, warum

konnte er nicht wie Tom sein. Den lies das alles kalt, er amüsierte sich

lieber und lies ihn, seinen Zwilling alleine in der Finsternis stehen. „Nein

Bill das reicht jetzt!! Aufhören, ich halte das nicht mehr aus!!!“ verzweifelt

fasste er sich an den kopf und lies sich wieder auf ´s Bett sinken. Schnell

nahm er sich eine Kopfschmerztablette und spülte sie mit viel Wasser

hinunter. Der Zwilling verfiel in einen unruhigen schlaf.

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