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Kapitel 5

 

Jörg und Simone saßen immer noch völlig still an Bill´s Bett, als hinter

ihnen leise die Tür aufging und der Chefarzt eintrat. Simone stand von

ihrem Stuhl auf und gab ihm die Hand. “Guten Tag, sie müssen dann

wohl die Mutter des Jungen sein?” “Ja, die bin ich … aber was hat er denn

?” “Ja also, wir müssen ihn zwar noch mal röntgen aber soweit es bisher

steht, werden wir den Bruch höchst wahrscheinlich operativ richten

müssen.!” Simone blieb erstmal der Atem weg und setze sich sehr schnell

wieder. Jörg ergriff darauf hin das Wort “ Ist das zwingend nötig? Kann

man den Bruch nicht irgendwie mit einer Schiene ruhigstellen.” “Ganz

ehrlich, das wären für den Jungen mehr Strapazen als wenn wir das per

Operation machen!!!” Plötzlich kam eine Schwester in´s Zimmer und

sagte etwas zum Chefarzt woraufhin dieser sich entschuldigte und ging. “

Jörg, wir fahren jetzt am besten nach Hause und du schaust nach Tom,

ich geh Sachen für Bill packen und komm dann wieder hierher.” “Nein, du

bleibst hier! Ich geh die Sachen für Bill holen, und bring sie dir her!

Danach fahr ich mit Tom zu Oma und Opa !!!” Jörg verabschiedete sich

von Simone, gab seinem Sohn einen Kuss auf die Wange und nahm

anschließend Simone noch in den Arm und meinte “Wir schaffen das

schon !” Dann ging er ohne noch etwas zu sagen und Simone setzte sich

wieder zu Bill. Zuhause angekommen saß Tom immer noch im

Schlafanzug vor´m Fernseher und hatte schon mindestens 18 Eckige

Augen !!! “Oh jeh ! Das war wohl doch keine so gute Idee !!! … Tom ???”

“Mhhh?” “Hast du etwa die ganze Zeit fern geschaut?” Da kam Ines

plötzlich mit einer Packung Kartoffelbrei und einem Kochlöffel aus der

Küche und beruhigte Jörg das sie nur am kochen sei und der Fernseher

auch mal aus war. Jörg war etwas beruhigt, da er ansonsten mit Tom

heute hätte nichts mehr anfangen können. Die drei aßen dann noch

gemütlich etwas zu Mittag und Ines zog Tom schnell an, da er wenn Jörg

ihn angezogen hätte jetzt wahrscheinlich nicht mehr als Mensch

definierbar gewesen wäre. (Anm. der Autoren: Männer und Kinder

anziehen, gelle *grins*) In der Zwischenzeit ging Jörg die Sachen für Bill

packen, als Tom fertig angezogen in Bill´s zimmer kam, und meinte,

dass er seinem Bruder unbedingt sein Kuscheltier mitbringen müsse !

Simone hatte in der der Zeit, als Jörg die Klamotten für Bill und Tom

holen gegangen war, im Klinik Kiosk etwas gegessen und Kaffee bestellt.

Als sie auf einmal 2 kleine Hände an den Beinen umarmten. “Tom, mein

kleiner Schatz !!” Simone drehte sich um und nahm ihren Sohn auf den

Arm und drückte ihn. “Mama… wo ist Bill?????????” Tom war schon wieder

ungeduldig. “Der ist in seinem zimmer, komm wir gehen mal zu ihm” Als

dann die ganze Familie bei Bill saß, war Tom (welch wunder) ganz ruhig.

Dann kam der Arzt … “Also wir können entweder jetzt gleich oder morgen

früh operieren, was ihnen lieber ist … “ Tom schaut ganz erschrocken auf

… “Operieren???”… er wurde ganz blass um die Nasenspitze … “Mein armer

Bruder!!!” Simone nahm ihn in den Arm und streichelte ihm leicht über

seinen Kopf. Der Arzt schaute Tom, den er eben erst gesehen hatte,

etwas verwirrt an. “Die beiden sind Zwillinge!!!”, erklärte Jörg schnell und

Simone konnte sich ein grinsen nicht verkneifen. “Ja und ich erlaub dir

net dass du Bill wehtust…” bevor Simone oder Jörg irgendetwas tun oder

sagen konnten war Tom zu Bill an´s Bett gerannt und hatte sich vor ihm

aufgebaut. Der Artzt grinste Tom aber nur an und bückte sich dann zu

ihm runter und erklärte ihm etwas, worauf hin Tom dann tatsächlich

wieder zu seiner Mama ging und ihre Hand nahm. Jörg und Simone

guckten den Artzt etwas verwirrt an aber der zuckte nur mit den Schultern.

“ich will das Bill heute operiert wird, weil er dann früher wieder nach Hause

kommen kann!” “Jetzt versteh ich die Welt nicht mehr” Simone war etwas

überrascht vom plötzlichen Sinneswandel ihres Sohnes. “Ok, dann nehme

ich Tom jetzt mit zu Oma und Opa und du bleibst hier bei Bill und wir

holen dich dann später ab!!!” Jörg nahm Tom an die Hand und ging mit

ihm zum Auto. Aber keine 5 Minuten später kam er schon wieder denn

Tom hatte vergessen Bill noch sein Lieblingsstofftier zu geben.

 

Kapitel 6

 

 Eine sanfte Luftbrise wehte durch Tom´s Zimmer, der sich wie

verrückt in seinem Bett wälzte. Er schwitzte und rief nach seinem Bruder.

Da kam Simone in das Zimmer ihres Sohnes, nahm ihn auf den Arm und

beruhigte ihn. “He mein kleiner, ist doch alles gut!!!” “Mama, ich hab

angst!!!” “Pscht… das brauchst du nicht, wir sind alle bei dir!!!” “Nein … Bill

ist nich da !” Simone schaute Jörg Hilfe suchend an aber dieser wusste

auch nicht so recht was er jetzt tun sollte. Also nahm sie Tom mit in ihr

Zimmer und legte sich mit ihm hin. Nach einiger Zeit und nicht enden

wollenden Tränenbächen schlief Tom dann doch noch Daumenlutschend

ein. Simone stand wieder auf und ging zu Jörg in ´s Wohnzimmer. “Vielen

Dank für deine tolle Unterstützung!” leicht angesäuert wollte sie Jörg zur

Rede stellen aber der war schon längst eingeschlafen und als Simone auf

die Uhr schaute musste sie feststellen, dass es schon 3 Uhr nachts war.

“Hups, das hat wohl doch was länger gedauert” murmelte sie … Dann

nahm sie eine leichte Decke, legte sie über Jörg und kuschelte sich zu

ihm. “Hmm … was ´n los?” Jörg öffnete verschlafen ein Auge und sah

Simone an, wie sie da lag. Ohne noch ein Wort zu sagen, nahm er sie in

den Arm und schlief wieder ein. Am nächsten morgen wachten die beiden

mit einem steifen Nacken auf. Jörg stand auf und machte erst einmal

einen Kaffee, als Tom barfuss und mit mächtig viel Schlafsand in den

Augen in die Küche gedaggelt kam. “Morgen Tom, magst du nen Kakao

?” “Mhm … mag auch ein Kaffee…!!!” Simone kam in die Küche und

konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, da stand ihr noch Mann und ihr

kleiner 7 Jähriger Sohn verlangte Kaffee. “Na also dafür bist noch ein

bisschen zu jung !!!” “Mama…” “Morgen mein kleiner…!” Tom lief auf

Simone zu und diese nahm ihn auf den Arm. Nach einigem kuscheln

setzten sich alle drei an den Küchentisch und frühstückten. Immer noch

ziemlich verschlafen packte es Tom natürlich mal wieder die komplette

Butter vom tisch zu befördern. Nach einigen kleineren Schwierigkeiten

schafften sie es dennoch heil zu Bill in´s Krankenhaus zu kommen. Sie

klopften vorsichtig und wurden von einem Arzt hereingebeten, der Bill

noch einmal untersuchte. “Guten Tag Herr und Frau Kaulitz … und

natürlich der kleine Tom. Dein Bruder hat mir schon ganz viel von dir

erzählt!” “Is Bill wieder wach?” Da lugte ein kleiner Wuschelkopf hinter

dem Rücken des Arztes hervor und grinste schelmisch. “Jaha bin ich, und

es tut auch fast nicht mehr weh!” Bill zeigte stolz seinen dicken Verband,

den er am Arm hatte und zuckte bei der heftigen Bewegung vor Schmerz

erstmal zusammen, lächelte aber gleich wieder stolz. “Bill …. “ Tom

stürzte gleich zu seinem Bruder und hätte Simone ihn nicht

zurückgehalten, wäre er beinahe so dusselig gewesen und hätte sich auf

Bill´s Arm gesetzt. “Immer schön langsam, der Herr … wir wollen doch

nicht noch mehr Verletzungen!” Jörg und der Arzt mussten grinsen …

Simone stand da mit einem zappelnden Tom der wild mit den Armen

ruderte um zu seinem Bruder zu kommen, aber nicht von der Stelle kam

… und Bill der da mit seinem dicken Arm in einem riesigen Krankenhaus

Bett saß. “Ich denke, wenn wir deinen Bruder heute entlassen, ist das in

Ordnung … vorausgesetzt, er schont sich zu Hause noch und hüpft nicht

wild in der Gegend rum.” sagte der Arzt und ging mit Jörg raus um die

restlichen Formalitäten zu regeln. “Na siehst du, Tom ist doch nicht so

schlimm, da hättest du mich heute Nacht auch schlafen lassen können!”

meinte Simone gespielt vorwurfsvoll zu ihrem Sohn. Der beachtete sie gar

nicht sondern hüpfte im Zimmer herum und freute sich einfach nur, dass

sein Bruder wieder mit nach Hause konnte. Die Tür ging auf und eine

Schwester kam mit Jörg rein und gab Simone noch einige Rezepte für Bill.

“Na kleiner dann geht ´s jetzt wohl wieder nach Hause” die Schwester kam

zu Bill und streichelte ihm über die Haare. “Und nicht soviel rumtoben,

heute bleibst du am besten erst einmal brav liegen und lässt dich von

deiner Familie verwöhnen.” Bill strahlte und wollte aufstehen, da kam

aber sofort Jörg und nahm seinen Sohn auf den Arm um ihn zum Auto zu

tragen. Sie verabschiedeten sich noch von den anderen Krankenhaus

angestellten, gaben dem Arzt eine Packung Merci und machten sich dann

auf den Weg nach draußen…. Tom lief die ganze zeit strahlend neben

seinem Bruder her. Endlich wieder zusammen nach Hause.

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